Einkaufsreise Herbst 2019

Christina und Necati mit zwei Studentinnen

Schön warm wars im Herbst 2019. Wir genossen die Sonne, ein grosses Familientreffen, das Zusammensein mit Freundinnen und Bekannten. Daneben hatten wir wie immer viel zu tun. Täglich versuchten wir so viele Punkte wie möglich von unseren unzähligen Listen zu streichen. Die wenigen freien Stunden nutzten wir für ein bisschen Zweisamkeit und Ruhe.

 

Spät in der Nacht landeten wir nach einem Istanbuler Zwischenstopp im anatolischen Konya, Necatis Heimatstadt. Schwägerin Rüveyde und Bruder Ibrahim holten uns ab, später gabs Tee und Kekse und Geplauder und ein weiches Bett. Es ist jedes Mal ein Nachhausekommen.

Auf unserer Einkaufsliste für Konya standen die neuen >Babouches (für die wir das Leder im Frühling ausgesucht hatten), >Räucherwerk und Kräuter für Räucherbündel, Parfüm, >Holzlöffel, Baumwollstoffe und Bio-Wachs für weitere >Bienenwachstücher. Wir bewunderten das reiche Obst- und Gemüseangebot im «Frauenbasar», knabberten Weissdornfrüchte, schleckten Rosen- und Datteleis, genossen Tee und Simit, liessen uns beim syrischen Masseur durchkneten und erholten uns in Kräuterhändler Yâsefs verwunschenem Garten.

Für Sonntagabend hatten wir zwei lange Tische im Fischrestaurant «Taka» reservieren lassen und sämtliche Nichten mit Männern und Kindern (inklusive Esra's neugeborenem Sohn) eingeladen. Einmal mehr bewunderten wir den stoischen Gleichmut türkischer Kellner, die auch bei über dreissig Personen und fast ebensovielen unterschiedlichen Bestellungen nie die Geduld und die Übersicht verlieren.

Nach einer erfüllten Woche flogen wir zurück nach Istanbul, wo wir einmal mehr im Hotel Fehmi Bey wohnten. Der erste Basarbesuch galt unserem Peștemalhändler Hüseyin. Er hatte für uns die 800 Hamamtücher organisiert, welche die Bürgenstock Hotels als Weihnachtsgeschenk für ihre Mitarbeitenden bei uns bestellt hatten. Beruhigt konnten wir uns anschliessend der restlichen Einkaufsliste widmen (>Neue Waren). Zehn Tage lang tauchten wir ein in die trubelige, bunte Basaratmosphäre, begutachteten Stoffe und Keramik, Schmuck und Kupferwaren, Gewürze und Geschenkartikel.

An den verbleibenden Wochenenden trafen wir uns mit lieben Freunden, zum Mittagessen mit den beiden Studentinnen Neslisah und Huriye (vgl. Titelfoto), die wir in ihrem Rechts- und Informatikstudium finanziell unterstützen. Wir tranken Kaffee mit Händlerfreunden, wurden eingeladen in verborgene Restaurants und beschenkt mit Zuneigung und offenen Herzen.

Einkaufsreisen sind anstrengend und aufregend, manchmal mühsam und aufwendig. Für Ferien in ruhiger Zweisamkeit bleibt selten Zeit. Aber jedes Mal werden uns wunderbare Begegnungen und Erlebnisse zuteil, die wir auf keinen Fall missen möchten. Lebt wohl, Freunde, im nächsten Frühling sehen wir uns wieder. Inșallah!